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Die kleine Einsiedelei San Valentino

Die kleine Einsiedelei San Valentino

Die kleine Einsiedelei San Valentino befindet 98 m oberhalb des Ortes Gargano. Zum Gardasee hin beträgt die Höhe sogar 772 m. Der Legende nach hängt die Errichtung dieser kleinen Kapelle eng mit der Pestepidemie zusammen, die im 17. Jahrhundert die Einwohnerschaft von Gargano heimsuchte und ihre Opfer forderte. Im Jahr 1630 entstand der kleine Sakralbau, der 1673 dann auch erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1970 wurde die kleine heilige Stätte von Grund auf restauriert.

In der Vergangenheit lebten hier auch eine Zeitlang Eremiten. Zumindest ist von dreien die Existenz sicher belegbar. Der Erste, sein Name ist heute nicht mehr bekannt, wird 1684 erwähnt. Der Zweite war ein gewisser Giovanni Marchetti, dessen Anwesenheit zumindest um das Jahr 1760 gesichert ist. Vom dritten und auch letztem der hier lebenden Eremiten sind einige genaueren Angaben vorhanden. So soll jener Geremia Pallandini im Jahr 1842 zunächst Zuflucht in dieser kleinen Klause gesucht haben, um vermutlich dem Militärdienst zu entgehen. Bis zu seinem Tod im Jahr 1865 blieb er an diesem abgeschiedenen Ort. Bereits zu Lebzeiten des Geremia Pallandini wurde die kleine Klause als "el Romet de San Valent" bezeichnet. Nach dessen Tod erhielt das kleine Gotteshaus die Bezeichnung "Kirche von St. Valentin".

Neben der eigentlichen Kapelle befindet sich eine winzige Sakristei sowie eine Speisekammer. In einem anderen gesonderten Raum, eine Art Kaverne, wurde sowohl das Regenwasser als auch das Wasser einer natürlichen Quelle gesammelt. Im Obergeschoss der Klause befindet sich ein kleiner Wohnraum, der nur äußerst spärlich möbliert ist. Zu Lebzeiten hatte dieser von hier aber einen phänomenalen Ausblick auf den Gardasee.

Der Aufstieg zur Einsiedelei ist über den "Weg 31" ab dem Ortsteil Sasso in Gargano möglich. Der Weg dorthin ist ungefähr 3 Kilometer lang und dauert circa 70 Minuten. Zunächst verläuft der Pfad durch ein verhältnismäßig flaches Gelände und später durch einen kleinen Wald. Dann folgt allerdings der anstrengenste Teil des Aufstieges. Denn der Weg wird hier relativ steil. Die wechselnden bergauf und bergab Passagen verlangen einige Konzentration vom Wanderer ab. Auch ist hier der Boden sehr felsig, was insbesondere bei feuchten oder nassen Bedingungen den Aufstieg nicht sonderlich erleichtert. Erreicht man am Ende der Tour eine kleine Tür, so wird der Wanderer beim hindurch schreiten mit einer wundervollen Aussicht belohnt. Zum einen zeigen sich hier die sanften Linien des Gardasees und zum andern erlebt man die majestätische Pracht des "Monte Baldo". Unten im Tal wird zudem die Silhouette des Städtchens Gargano sichtbar.

​Wer diese Wanderung durchführen möchte, der sollte entsprechend passendes Schuhwerk mitbringen und über eine gute Trittsicherheit verfügen. Um die ruhige Atmosphäre der kleinen Klause gänzlich genießen zu können, ist es ratsam recht bald in der Frühe des Tages mit der Tour beginnen.



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