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Die Wallfahrtskirche Montecastello in Tignale

Die Wallfahrtskirche Montecastello in Tignale

Die Wallfahrtskirche Santuario della Madonna die Montecastello der Gemeinde Tignale ist seit Jahrhunderten das Ziel zahlreicher Pilger aus aller Welt. Sie steht in etwa 700 Meter Höhe auf einem steilen Felsvorsprung, der fast senkrecht zum Gardasee abfällt. Erbaut wurde sie im 17. Jahrhundert auf der Ruine einer Burg, ehemals eine antike Tempelanlage, die laut Ausgrabungen auf das 9. Jahrhundert zu datieren ist. Der Glockenturm wurde im 11. Jahrhundert errichtet, und die Pfarrei erscheint erstmals 1187 in den Urkunden. An die Kirche schließen sich ein Kreuzgang und ein Kloster an. Dahinter gelangt man in ein Wäldchen durch das ein Weg zum Gipfelkreuz des Monte Castello führt.

Die Pilgerstätte erreicht man, wenn man von Gardola aus etwa einen Kilometer in Richtung Prabione fährt. Ein steiler Weg führt nach oben zu einem Parkplatz. Dort kann man das Auto abstellen und das letzte Stück zu Fuß zurücklegen. Die Straße nach oben wird von mehreren Kapellen zu den Geheimnissen des Rosenkranzes gesäumt. Wenn möglich sollte man sich nicht um den Genuss des herrlichen Panoramablickes bringen, indem man bis hoch zur Wallfahrtsstätte fährt.

Die herausragende Stellung der Wallfahrtskirche ist Papst Urban III. zuzuschreiben, dessen Dokumente eine Erscheinung der Mutter Gottes als gleißender Stern, genau an der Stelle, an der die Kirche steht, während einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Brescianern und Trentinern schildern. So erzählt auch die Legende, dass das blendende Licht die Feindlichkeiten beendet hat. Bewohner von Tignales wurden bei einem Kirchenprozess in Trento befragt und sagten aus, dass ihnen die Jungfrau Maria auf dem Berg als Stern erschienen sei. Deshalb wird die Kirche auch öfters als Madonna della Stella bezeichnet.

Santuario della Madonna, inmitten landschaftlicher Schönheit gelegen, beeindruckt durch ihre Geschichte, ihre architektonische und kunsthistorische Einmaligkeit. Den Gast empfängt eine imposante Treppe, etwa um 1599 angelegt, eine Ringmauer mit einem eindrucksvollen Eingangstor und eine Pilgerherberge aus dem 19. Jahrhundert.

In der dreischiffigen Kirche erwarten den Pilger ein reichverzierter, goldener Altar und verschiedene Fresken, darunter ein antikes Freskenbild im Hauptschiff zu Ehren der Heiligen Jungfrau. Eine Arbeit aus dem 14. Jahrhundert aus der Schule des Giotto, das die Segnung der Madonna durch das Jesuskind darstellt. Das Fresko Giovanni Andrea Bertanzas „l’Incoronazione della Vergine“, wird besonders verehrt. Es zeigt die Krönung der Jungfrau. .

Die Seitenschiffe beherbergen zwei weitere Holzaltäre mit der Madonna von Loretto und dem heiligen Josef, sowie zahlreiche Votivgaben. Darunter ein interessantes Kunstwerk: Das große Votivgemälde von Andrea Bertanza „Die Jagd auf den Räuberhauptmann Zanzanù“, der 1617 in Tignale erschossen wurde, nachdem er lange Zeit als der Schrecken der Gardaseeregion galt.

In einem Freskenschrein aus dem 15. Jahrhundert, unterhalb der Kirche kann man die Madonna und andere Heilige besichtigen.

Die Wallfahrtskirche ist von Ende März bis EndeOktober geöffnet und lädt in dieser Zeit die Pilger zur Messe ein.



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