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Die Kirche und das Kloster San Francesco

Die Kirche und das Kloster San Francesco

Am westlichen Rand des Gardasees, zwischen Limone und Toscolano Maderno, erstreckt sich die schöne und berühmte Gemeinde Gargnano entlang des Sees. Die aus dreizehn Ortschaften bestehende Gemeinde, ist die Heimat, einer der schönsten und ältesten Kirchen und Kloster am Gardasee: Die Kirche und das Kloster San Francesco in Gargnano.

Die Kirche San Francesco
Im Jahr 1289, rund dreihundert Jahre nach der ersten Erwähnung Gargnanos in den Geschichtsbüchern, entstand hier eine Kirche im Auftrag Franz von Assisis. Die Kirche wurde nach dem Vorbild des Heiliggesprochenen errichtet. Sie soll in ihrem Aussehen Armut und Demut verköpern, was den Eigenschaften Franz von Assisi entspricht. Ebenfalls an der Außenfassade, entdeckt der Besucher eine sog. Votivfigur des Hl. Antonius von Padua. Dieser war einer der frühen Lehrer der katholischen Kirche. Sein Werk geht auf das frühe 13. Jahruhundert zurück. Der gebürtige Portugiese entwarf zwischen 70 und 250 Predigten für die katholische Sonntagsmessen. Seiner Zeit voraus in seinen Werken war Antonius, denn diese waren nicht in Polemik oder der Hetze gegen Ketzer geprägt, sondern zeichnete in einfachen Worten die Lehre der heiligen katholischen Glaubens nach.

Kunstvoll im Innern
In Kircheninnern empfängt den Besucher der komplette Kontrast zur Schlichtheit der Außenfassade. Hier haben sich die beiden bekannten Künstler Giovanni Andrea Bertanza und Andrea Celesti verewigt. Diese erstellten nach dem Umbau des Kirchenschiffs im 17./18. Jahrhundert zahlreiche Teile der Glaubensgeschichte der katholischen Kirche für die Ewigkeit und schufen für die damaligen Bewohner Gargnano die Verbindung zu ihrem Glauben.

Das Kloster
​Der Klosteranbau kam erst nach vollständiger Fertigstellung der Kirche im 14. Jahrhundert dazu. Der quadratische Säulengang, als Mittelpunkt des Klosters, beherbergt den Kreuzgang der Kirche San Francesco und umschließt einen kleinen Hof der als Treffpunkt für die Franziskaner Mönche diente. Neben dem Kreuzweg und div. anderen christlichen Symbolen, findet man auch Reliquien aus dem römischen Zeitalter vor: Eine Tafel die zu Ehren Neptuns erstellt wurde und einen Altars der Gottheit Revino (eine örtliche Gottheit). Die damaligen Mönche bewahrten diese heidnischen Symbole für die Nachwelt auf, um alle "Ungläubigen" auf den rechten Weg zu weisen. Eine weitere Besonderheit aus der frühen Zeit des Klosters, ist das erste Wappen der Gemeinde Gargnani. Diese auf den Hinterbeinen stehende Wölfin, zeigt die Verbundenheit zur Region Gargnani. Ende des 19. Jahrunderts, hatte das Kloster ausgedient und wurde als Lager für Zitronen genutzt. Als die wertvollen Hinterlassenschaften des Klosters bekannt wurden, bekam es 1912 den Status als Nationaldenkmal. Dies sichert den Fortbestand für zukünftige Generationen. Die Kirche und das Kloster Gargnano sind ganz sicher einen Besuch wert.



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